Zahnfleischentzündung Parodontitis: Ist sie erblich?

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Rotes, geschwollenes Zahnfleisch, Blutungen beim Zähneputzen, Schmerzen im Mundraum, Mundgeruch – Parodontitis ist eine äußerst unangenehme Angelegenheit. Im schlimmsten Fall kann sie zum Verlust eigentlich intakter Zähne führen. Denn wenn man es ganz genau nimmt, beschreibt die eigentliche Parodontitis nicht ausschließlich eine Zahnfleischentzündung (hier spricht die Zahnmedizin von einer Gingivitis), sondern vielmehr die Infektion des gesamten Zahnhalteapparats.

Was ist Parodontitis?

Es gilt heutzutage als wissenschaftlich erwiesen, dass Parodontitis eine Entzündungsreaktion auf Bakterien, die sich im sogenannten Biofilm auf den Zähnen befinden, ist. Parodontitis, im Volksmund häufig Parodontose genannt, ist also eine Antwort unseres Immunsystems. In unserem Mund tummeln sich rund 500 verschiedene Bakterienarten, die meisten von ihnen sind harmlos. Einige wenige Arten haben sich jedoch als gefährliche Krankheitserreger erwiesen: Sie umgehen das Immunsystem und lösen eine bakterielle Zahnfleischentzündung (Gingivitis) aus. Das Zahnfleisch schwillt an, wird empfindlicher und blutet schneller, zudem können sich Zahnfleischtaschen bilden. Bleibt die Gingivitis unbehandelt, kann sie sich auf das Zahnbett ausdehnen, was zu Knochenabbau, Zahnlockerungen und so schließlich zum Verlust eigentlich intakter Zähne führen kann.

Risikofaktoren für Parodontitis: Rauchen, Alkoholkonsum und Diabetes

Bestimmte Faktoren können die Entstehung von Parodontitis begünstigen. Neben einer mangelhaften Mundhygiene gehören auch das Rauchen, der Konsum von Alkohol und die Zuckerkrankheit Diabetes dazu. Zudem wird die Krankheit in vielen Fällen nicht sofort erkannt. Während einige Patienten schon früh verdächtige Symptome wie Mundgeruch, Zahnfleischbluten und schmerzempfindliche Zahnhälse bemerken und alarmiert ihren Zahnarzt aufsuchen, wird die Erkrankung bei anderen Patienten erst im Rahmen eines routinemäßigen Prophylaxe-Termins auf dem Behandlungsstuhl erkannt. Parodontitis stellt immer auch eine erhebliche Belastung für die Allgemeingesundheit dar. Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Rheuma, Arthritis und Herzinfarkten gelten als wissenschaftlich gesichert. Über den Blutkreislauf können sich die Bakterien im gesamten Körper verteilen.

Ist Parodontitis erblich?

Die Entzündungskrankheit verläuft nicht immer gleich. Es gibt Patienten, bei denen wir trotz zahlreich vorhandener Zahnbeläge nur eine geringe Abwehrreaktion des Körpers beobachten, während wir ebenso Patienten kennen, die nur sehr wenige Zahnbeläge aufweisen, die aber an einer heftigen und rasch fortschreitenden Parodontitis leiden. Neben den oben genannten Faktoren konnte auch beobachtet werden, dass unter anderem die Bildung von verschiedenen Botenstoffen, die den Ablauf einer Entzündung steuern, von Erbeinflüssen abhängig ist. Die Folge hiervon kann ein unterschiedlich schnelles Fortschreiten der Entzündung sein. Parodontitis ist also keine klassische Erbkrankheit, da als Auslöser immer Krankheitserreger vorhanden sein müssen. Allerdings wird der Schweregrad der Erkrankung unter anderem durch erbliche Faktoren beeinflusst.

Prophylaxe und Parodontologie bei Ihrem Zahnarzt in Berching

Regelmäßige und engmaschige Prophylaxe-Termine bei Ihrem Zahnarzt in Berching, Dr. Philipp Kreissel, sind also dringend empfehlenswert, wenn sie einer Parodontitis effektiv vorbeugen möchten. Gerne beraten wir Sie auch zur Behandlung von Parodontis – vereinbaren Sie einfach einen Termin!

Aktuelles

Volkskrankheit Parodontitis: Symptome und Ursachen rechtzeitig erkennen

Die Parodontitis ist eine weit verbreitete Zahnkrankheit. Betroffene, 80 % aller Erwachsenen, leiden an einer Erkrankung des Zahnbetts und im schlimmsten Fall, wenn keine Behandlung erfolgt, führt es zu Lockerung der Zähne und eventuell zum Zahnverlust.

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