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Die Schienentherapie bei CMD und ihre Beschwerden


Zahn- und besonders Kieferfehlstellungen lösen oft einen ganzen Komplex an schmerzhaften Beschwerden im Bereich von Kopf, Nacken oder Rücken aus und können genauso zu einem Tinnitus oder Gleichgewichtsstörungen führen. Dazu kommt es, weil die Fehlstellungen die Kiefergelenke und die komplexe Muskulatur in der gesamten Körperregion falsch belasten. Es entsteht eine vielschichtige Funktionsstörung – die craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD.

Diagnostik und Therapie mit cmd-Schienen

Zur Diagnostik einer craniomandibulären Dysfunktion und ihren individuellen Ausprägungen dienen manuelle und instrumentelle Funktionsanalysen. Mit den hier gewonnenen Befunden entsteht der weitere Behandlungsplan. Dabei übernimmt eine Schienentherapie die ersten Schritte oder sorgt sogar für eine vollständige Heilung, wenn die Folgebeschwerden nicht schon chronisch geworden sind. Dann ist ein fachübergreifender, ganzheitlicher Behandlungsansatz erforderlich. Die Schienentherapie nutzt aber zunächst nur Aufbissschienen, auch CMD- oder Funktionsschienen genannt.

CMD-Behandlung mit Aufbissschienen

Abformungen von Ober- und Unterkiefer der Patienten liefern Vorlagen, mit denen individuell passende CMD-Schienen angefertigt werden. Sie gleichen durch regelmäßiges Tragen Fehlstellungen des Bisses aus und schieben die Kiefergelenke wieder in eine gesunde Position. Dabei schützen sie zugleich den Zahnschmelz vor Abnutzung, entspannen die gesamte Kaumuskulatur und lindern die CMD-Beschwerden immer weiter. Das gesamte Gebiss und die umgebenden anatomischen Strukturen finden mit ihnen wieder eine gesunde Balance.

Dauer der CMD-Schienentherapie

Getragen werden die CMD-Schienen meistens nachts – bei schwereren Fällen zusätzlich tagsüber. Das erfordert nur eine kurze Eingewöhnung. Danach sind die Funktionsschienen kaum spürbar. Gefertigt aus farblosem Kunststoff fallen sie den Mitmenschen praktisch nicht auf. In einfachen Fällen genügt das Tragen über circa sechs oder acht Wochen. Bei schwerer CMD sind mehrere Monate notwendig, abhängig auch von den Fortschritten begleitender Behandlungen. Dabei verändert sich das Gebiss und die Schienen werden durch die regelmäßige Belastung abgenutzt. Das erfordert spätestens alle sechs Monate eine neue und angepasste CMD-Schiene.

Die Kosten dafür übernehmen gesetzliche Krankenkassen zumindest für einfache Aufbissschienen, wenn eine Funktionsstörung nachgewiesen ist. Eine vorherige Funktionsanalyse bezuschussen oder übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen dagegen nicht.